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IPv6 – Wechsel von statischem zu dynamischem Präfix – erneut betrachtet

Im Jahr 2023 schrieb ich über meinen Wechsel von einem Anbieter zu einem anderen, nachdem ich 9 Jahre lang ein einziges IPv6-Präfix /48 hatte. Der frühere Artikel ging davon aus, zu einem dynamischen Präfix zu wechseln. Am Ende entschied ich mich jedoch, wirklich statisch zu bleiben. TLDR Am Ende bekam ich ein statisches Präfix von der Deutschen Telekom. Es handelt sich um eine 1000/500 Mbit/s GPON-Anbindung FTTH.

Nun, das klingt gar nicht so übel, ABER IST DAS SO?

Kurz gesagt: Ich habe eine recht bunte Mischung aus Geräten, die

  • absichtlich statisch konfiguriert sind
  • statisch konfiguriert sind, weil das die einzige Art ist, wie das Gerät IPv6 unterstützt
  • zustandslos via SLAAC konfiguriert sind
  • früher über DHCPv6 mit statischer Zuweisung konfiguriert waren. Nun, das war überhaupt kein Spaß. (DUID)
  • IPv6 gar nicht unterstützen

IPv6-Präfixgröße Deutsche Telekom

Meine alte Leitung von NetAachen gab mir ein /48. Ich glaube wirklich, dass ein /56, wie ich es jetzt von der Telekom bekomme, für die meisten Kunden zu klein für meine Bedürfnisse ist. Das sind doch nur 256-mal /64, oder? Ich möchte mein eigener Anbieter sein, wenn ich wollte, und mir mindestens ein paar /56er austeilen. Ich verstehe, dass für die Mehrheit der Menschen ein /56 schon zu viel ist, für manche passt es perfekt. Für mich ist es tatsächlich zu klein. Nun, ich kann in diesem Bereich Dinge tun, aber ich kann WENIGER Dinge tun. So einfach ist das.

Der Hauptkampf

Es ist der Aufwand und die Zeit, die ich investieren muss. Nun, dieser Anbieter passt nicht gut zu mir. Dazu später mehr.

Ich bin mir zu 100 % sicher, dass ich diesen Vertrag nicht länger als die zwei Jahre behalte, für die ich unterschrieben habe. Lange Rede kurzer Sinn.

Die Leitung ist langsam.

Sie ist wirklich verdammt langsam, aber WIE? Ich bin sicher, Sie haben es erraten. Die Latenz ist einfach grauenhaft. Damit ich Zeit für den Übergang zwischen den Anbietern habe, verschaffte ich mir Zeit, indem ich den alten Vertrag nicht kündigte. Aktuell befinde ich mich also am selben Punkt im realen Raum zweimal. Einmal Telekom, das andere Mal NetAachen. Raten Sie mal. Sie routen mich über London. Von einem verdammten Ort zum exakt verdammten Platz in meinem verdammten selben Haus. Wenn ich v6 für die Verbindung nutze, reist sie über – kann man es verdammtnochmal glauben – Schweden. Was ich tat, um sanfter migrieren zu können: Ein Wireguard-Tunnel wurde Realität, der beide dieser Router mit einer virtuellen Leitung verband, die theoretisch mit einer beachtlichen Rate operieren sollte – nicht nur bei den Datenübertragungsraten, sondern auch bei der Latenz. Zumindest letztere tut sie nicht. Über SSH auf ein Gerät, das gute 20 m von mir entfernt ist, mein